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Unsere Tier- und Pflanzenwelt

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Was vielen nicht bekannt ist: Die Gegend um Wiesbaden und im Rheingau beherbergt reichhaltige Vorkommen von Pflanzen und Tieren, die deutschlandweit eine herausragende Stellung einnehmen. Weitere Verluste an solchen Arten würden die Biodiversität der Bundesrepublik Deutschland deutlich vermindern.

Wildkatze und Luchs wieder da

Weithin bekannt ist die große Population der Wildkatze, die den gesamten Taunus belebt. Neuerdings hat sich der Europäische Luchs wieder eingefunden und scheint sich zu vermehren. Bekannt ist auch eines der seltenen Vorkommen der Äskulapnatter, der größten heimischen Schlange. Dagegen führen andere Tiere, die als Seltenheiten besonderen Schutz genießen, ein der Öffentlichkeit eher verborgenes Dasein. Dazu gehören mehrere Schmetterlingsarten im trocken-warmen Oberrheintal wie z.B. der Schwalbenschwanz, der Segelfalter oder der Schmetterlingshaft; von den Vögeln die Zippammer, aber auch die nachtaktiven Fledermäuse wie etwa die Bechstein-Fledermaus, ein typischer Bewohner unserer weitläufigen Waldungen. Erwähnenswert ist weiterhin die vielfältige Fauna der Taunusbäche, vom Flusskrebs über Bachforelle, Groppe, Bachneunauge bis zum Atlantischen Lachs, der nach erfolgreichen Aussetzaktionen wieder in der Wisper laicht.

Ein "hot spot" der Biodiversität

Die Pflanzenwelt steht dem nicht nach. Ihr Artenreichtum wird bedingt durch die geologische und klimatische Vielfalt unserer Landschaften sowie die sanfte Nutzung durch den Menschen. Experten sprechen von einem „hot spot“ der Biodiversität. Im Oberrheintal und im Rheingau mischen sich mediterrane, montane und nordische Elemente mit Pflanzen der Steppenflora. Einige typische Beispiele: Diptam, Brillenschötchen, Goldaster, Sibirische Schwertlilie, Purpurknabenkraut und Bergklee. Im Hintertaunus finden sich auch noch artenreiche Mähwiesen und Taunusäcker mit z.T. reichhaltiger Wildkrautflora wie Saatwucherblume und Ackerlöwenmaul (z.B. im Feldflora-Reservat bei Schlangenbad-Hausen v.d.H.). Ein besonderer Schatz sind aber die ausgedehnten, naturnahen Taunuswälder, die im westlichen Teil nicht durch Verkehrswege zerschnitten sind und schon mehrfach als Nationalpark vorgeschlagen wurden.

Unser Land für Biosphäre

Die hohen ökologischen Qualitäten und ihr Potential für sanften Tourismus haben auch alle Fraktionen des Kreistages des Rheingau-Taunus-Kreises sowie die Koalitionsparteien im Hessischen Landtag erkannt und setzen sich für die Anerkennung als Biosphärengebiet ein. Unsere Stiftung unterstützt dies nachdrücklich; sie sieht darin eine Chance, auf der Grundlage der herausragenden Naturausstattung unserer Kulturlandschaften die regionale Wertschöpfung zu erhöhen und somit Ökologie, Ökonomie und die sozialen Interessen der Bevölkerung unter einen Hut zu bringen.

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