Stiftung fördert Waldcamps und Bienen-Projekte

02.04.2016


„Natur verstehen“ – unter diesem Motto förderte die Bürgerstiftung „Unser Land! Rheingau und Taunus“ Waldcamps in Heidenroth-Nauroth und Hohenstein-Breithart. Die Stiftung zählt eine finanzielle Beteiligung an diesen Veranstaltungen, die in Verantwortung des Naturparks Rheingau-Taunus stattfinden, zu ihrer Aufgabe der Förderung von Landschaft, Natur und regionaler Kultur. Der Vorsitzende Professor Klaus Werk betonte: „Dazu gehört, dass damit auch Kinder und Jugendliche vertraut gemacht werden.“ In Nauroth und Breithart sind es dieses Mal 40 Mädchen und Jungen.

Mit dem Format „Natur verstehen“ rückt Bürgerstiftung umweltpädagogische Arbeit in ihren Focus, um einen Beitrag zum Naturverständnis von Kindern und Jugendlichen zu leisten. Zur geförderten Naturpädagogik gehören in diesem Jahr nicht nur sechs Waldcamps in den Osterferien, in der Sommerzeit und den Herbstferien, sondern auch „Waldtage“ der Kindertagesstätte „Die Stube“ der Arbeiterwohlfahrt in Idstein. Das gilt ebenso für ein Projekt der Integrierten Gesamtschule in Hahn über die Honigbiene. Die Schüler sollen die Rolle eines Lebewesens in einem größeren Zusammenhang kennenlernen und ihre Verantwortung für das Ökosystem wahrnehmen.

Für die Zukunft von Natur, Landschaft und regionaler Kultur in Rheingau und Taunus ist natürlich nicht in erster Linie der Nachwuchs zuständig. Deshalb unterstützt die Stiftung  den Imkerverein Wiesbaden beim Bau einer Solaranlage an seinem Lehrbienenstand im Aukammtal. Die Solaranlage stellt einen zeitgemäßen Fortschritt dar: Sie ersetzt ein Stromaggregat, das Lärm und Abgas verbreitete. Ebenfalls in Wiesbaden ansässig, aber verwurzelt und tätig in der ganzen Region, ist der Nassauische Verein für Naturkunde. Er gibt ein Buch mit dem Titel „Zwischen Mittelrhein und Taunus“ über Naturschätze in Lorch heraus, dem die Stiftung einen Zuschuss gewährt – wie schon  dem Naturführer „Streifzüge durch die Natur von Wiesbaden und Umgebung“.

Dauerhaft lobt die 2009 gegründete Stiftung „Unser Land“ einen Sonderpreis bei der Wiesenmeisterschaft des Landschaftspflegeverbandes Rheingau-Taunus aus. Damit werden Landwirte und andere Landeigentümer gewürdigt, die einen besonderen Beitrag zu artenreichen Wiesen leisten, die ohne diese Pflege zuwachsen oder als Lebensraum für Pflanzen und Tiere veröden würden. Seit Jahren fördert die Stiftung auch das Wildkatzenprojekt des BUND in Hessen. Die großen Wälder in Rheingau und Taunus sind bekanntlich wieder ein bevorzugtes Verbreitungsgebiet der Wildkatze. So weit ist es mit der Rückkehr des Luchses noch nicht. Aber seiner Beobachtung dienen Kameras in unserer Region, die von der Stiftung finanziert worden sind.

Die aktuellen Stiftungsaufgaben hat der im Oktober gewählte Vorstand mit dem neuen Vorsitzenden Professor Klaus Werk formuliert und mit dem Stiftungsrat abgestimmt. Zu dieser Agenda gehört die Kooperation mit Partnern, die sich ebenfalls mit der Landschaft und dem kulturellen Erbe in Rheingau und Taunus befassen: der Naturpark Rhein-Taunus, der Landschaftspflegeverband, mit Umwelt, Kultur und Landnutzung befasste Organisationen, aber auch die Gemeinden im Rheingau-Taunus, der Landkreis selbst und die Landeshauptstadt. Ebenso stehen Naturschutz- und Heimatverbände, Alpenverein, Naturfreunde und Taunusklub den Stiftungszielen nahe. Eine Arbeitsgruppe für Kontakte zur regionalen Wirtschaft klärt zur Zeit Ansätze zur Kooperationen mit Betrieben der Region.

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