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Stiften gehen für „unser Land“

11.09.2007


Landrat und Prominente unterstützen die Gründung einer Bürgerstiftung für Rheingau und Taunus

Für die Kulturlandschaft Rheingau und Taunus und für eine nachhaltige Regionalentwicklung soll sich eine Bürgerstiftung engagieren. Ein Initiativkreis bereitet die Gründung vor. Schirmherr ist Landrat Burkhard Albers. Neben der Bürgerstiftung Taunusstein, die vor einem Jahr gegründet wurde, will sie die zweite im Rheingau-Taunus sein, die für Engagement und Gemeinsinn eine Plattform bietet – freilich in einem größeren Wirkungskreis.

Das Projekt unter dem Namen “Unser Land! Rheingau und Taunus” wurde am Mittwoch, 26. September, der Öffentlichkeit vorgestellt. Eine Bürgerstiftung sei die geeignetste Form gemeinschaftlichen Engagements für die Heimat, meint Dr. Wolfgang Ehmke. Der Agrarbiologe aus Taunusstein, der Bundestagsabgeordneter der Grünen und bis 1999 Abteilungsleiter Naturschutz im Hessischen Umweltministerium war, leitet den Initiativkreis. Das Ziel: Mit einem Mindestbetrag von 1.000,— Euro sollen Bürgerinnen und Bürger das Kapital zusammentragen, aus dessen Verzinsung die Stiftung gemeinnützige Projekte in Rheingau und Taunus fördern kann.

Die Stiftung, so die Präambel des Satzungsentwurfs, will Bürger zusammenführen, die sich einer nachhaltigen Regionalentwicklung, dem regionalen Erbe und der Kulturlandschaft in Rheingau und Taunus verbunden fühlen. Außer Umwelt-, Landschafts- und Naturschutz will sie den Einsatz erneuerbarer Energien und nachwachsender Rohstoffe unterstützen. Anliegen der Stiftung ist “Identitätsstiftung und Bürgerschaftsengagement in der Region”, deshalb auch die Förderung von Heimatkunde, Brauchtum und Denkmalpflege sowie der Weltkulturerbe Mittelrheintal und Limes.

Dem Gründungskuratorium gehören der ehemalige hessische Staatsminister Herbert Günther, der frühere Eltviller Bürgermeister Bernhard Hoffmann, die Wiesbadener Kultur- und Umweltdezernentin Rita Thies, die Landtagsabgeordnete Christel Hoffmann und Erster Kreisbeigeordneter Karl Ottes an. Neben dem Schirmherren, Landrat Burkhard Albers, sollen diese Persönlichkeiten für die Stiftung und um finanzielle Zuwendungen werben. Über das Stiftungsvermögen von mindestens 150.000,— Euro werden Stifter und ihre gewählten Gremien wachen. Stiftungsversammlung, Stiftungsrat und Vorstand bestimmen über die Verwendung des Zinsertrags.

Den Kommunen und Gruppierungen, die sich ebenfalls in der Regionalentwicklung, für Umwelt, Natur und Landschaft engagieren, hat der Initiativkreis sein Projekt in einem Schreiben vorgestellt. Die Stiftung werde nicht als Konkurrent auftreten, “sondern als Partner und Helfer, soweit die Mittel dazu ausreichen.” Mit diesen Kräften der Region wolle sie partnerschaftlich zusammenwirken. Ein Gedankenaustausch zur Klärung der Tätigkeitsfelder und den Möglichkeiten der Zusammenarbeit sei in den nächsten Wochen vorgesehen.

Zum geplanten Wirkungsbereich von “Unser Land! Rheingau und Taunus” gehören der Rheingau-Taunus-Kreis, angrenzende Bereiche des Taunus und Wiesbaden. In der Landeshauptstadt gibt es mit anderer Aufgabenstellung bereits die “Wiesbaden Stiftung”. Vor vier Jahren startete sie rasant mit einem Kapital von 200.000,— Euro. Sprunghaft wuchs ihr Vermögen, als die Landeshauptstadt ihr 571.800,— Euro aus drei Testamenten übertrug.

Autor: Jürgen Winterwerb

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