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Mehr Aktivität in Wiesbaden

09.11.2012


Vor drei Jahren hat sich „Unser Land! Rheingau und Taunus“ gegründet. Die Bürgerstiftung für Landschaft und Natur hat, wie es ihr Name schon sagt, Rheingau und Taunus – und damit auch Wiesbaden im Blick. Neben der wirtschaftlichen, kulturellen und sonstigen Verflechtungen des Landkreises und der Landeshauptstadt sind die beiden Gebiete auch landschaftlich verbunden. Die Wald- und Streuobstgebiete sind ihnen gemeinsam, der Rhein, und mit dem Naturpark Rhein-Taunus unterhalten der Landkreis und die Stadt Wiesbaden eine Organisation, die sich um die gemeinsame Kultur- und Erholungslandschaft kümmert.

Bei der Förderung des bürgerschaftlichen Engagements für die Erhaltung und die nachhaltige Entwicklung der heimischen Landschaften hat sich die vor drei Jahren gegründete Bürgerstiftung zunächst vorwiegend auf den Rheingau-Taunus-Kreis beschränkt. Dort hat sie die ersten Förderzuschüsse gewährt – etwa für Beobachtungskameras, mit denen das Auftreten von Wildkatze und Luchs dokumentiert wird, einen Naturlehrpfad in Seitzenhahn und für die Beleuchtung des römischen Wachturms in Orlen. Freilich hat sie auch die Neuauflage der „Streifzüge durch die Natur von Wiesbaden und Umgebung“ – ein Naturführer, den der Nassauische Verein für Naturkunde herausgibt – finanziell gefördert und im Mai den Luchstag in der Wiesbadener Fasanerie mitgestaltet.

Nun will „Unser Land! Rheingau und Taunus“ verstärkt in Wiesbaden wirken und weitere Stifter und Spender gewinnen, die sich an der Entwicklung und dem Erhalt unserer Kulturlandschaften beteiligen. Dazu kann auch die Stadt Wiesbaden beitragen. So wurde mit Bürgermeister Arno Goßmann, dem Umweltdezernenten, eine Kooperation für die

Durchführung eines Jugendcamps vereinbart. Denn die Stiftung will besonders Jugendliche für Natur und Landschaft gewinnen. Erfreulich findet die Stiftung zudem die Haltung der Stadt Wiesbaden, den Naturpark Rhein-Taunus zu stärken und das Bundesprojekt „Verantwortungsart Bechsteinfledermaus“ in den Wäldern zu unterstützen. Auch bei der Aufwertung der Region Westlicher Taunus/Rheingau zu einem Biosphärenpark – ähnlich dem Modell „Wien-Wienerwald“ – sieht die Bürgerstiftung Wiesbaden und den Rheingau-Taunus-Kreis auf einem gemeinsamen Weg. Dies passt in die Absicht der Stadt, von der Unesco als Weltkulturerbe anerkannt zu werden. Im übrigen weist der Rheingau-Taunus-Kreis bereits zwei Weltkulturerbe auf, deren Förderung zum Stiftungszweck gehört: das Obere Mittelrheintal und den Obergermanisch-Raetischen Limes.

Autor: Jürgen Winterwerb

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