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Initiatoren der geplanten Bürgerstiftung treten kürzer

08.04.2009


Gründungstermin zunächst ausgesetzt/„Zeit anscheinend nicht reif“ 

Beim letzten Treffen der Initiatoren einer Bürgerstiftung „Unser Land! Rheingau und Taunus“ wurde ein Resümee der fast zweijährigen Bemühungen gezogen. Danach kam die Vorbereitungsgruppe unter Leitung von Dr. Wolfgang Ehmke (Taunusstein) zu dem Schluss, die bisherigen Aktivitäten für eine Stiftung für die Kulturlandschaft und die Besonderheiten von Rheingau und Taunus einzuschränken. Die Festlegung auf einen Gründungszeitpunkt zum Jahresende ist bis auf Weiteres ausgesetzt, ebenso gilt dies für andere Einzelheiten.

Leider sei es nicht gelungen, genügend Stifter für ein ausreichendes Gründungskapital zu gewinnen, erklärt Ehmke zur Begründung. Die Zeit sei anscheinend noch nicht reif, daher brauche es einen längeren Atem. Die Initiative werde aber weiterhin Veranstaltungen organisieren, die den Wert der Kulturlandschaft von Rheingau und Taunus ins Bewusstsein rücken – und damit auch die Notwendigkeit ihres Schutzes und ihrer Entwicklung. Mitglieder des Initiativkreises und des Kuratoriums betonen, dass eine vom bürgerschaftlichen Engagement getragene Stiftung nach wie vor sinnvoll, berechtigt und wichtig sei, weil den Kreisteilen Rheingau und Untertaunus untereinander, aber auch zusammen mit Wiesbaden ein gemeinschaftliches Bewusstsein zum Erhalt der Kulturlandschaft fehle. Jeder Kreisteil denke nur an sich selbst. Ein „Wir-Gefühl“ und Verantwortung für die gemeinsame Heimat gebe es noch zu wenig. Hier könnte nach Ansicht der Initiatoren eine von Bürgern getragene Stiftung jenseits der Kommunalpolitik neue Wege beschreiten und ein gemeinsames Bewusstsein schaffen helfen.

Mit Blick auf die vorhandenen Vereine und Verbände meint Ehmke, insbesondere die beiden Regionalvereine im Rheingau und Untertaunus ließen noch nicht erkennen, ob sie wirklich zur Erhaltung der Kulturlandschaft beitragen werden. Die Mehrheit der bisher bekannt gewordenen Projekte ziele eher auf Vermarktung und Bewerbung der Region. Im Unterschied dazu solle die geplante Bürgerstiftung jedoch praktische Landschaftspflege und Naturschutzmaßnahmen fördern, die nach wie vor darunter litten, dass sie zu wenig Mittel erhielten. Eine Stiftung könne diese Finanzierungslücken decken – und zwar dauerhaft und nachhaltig.

Deshalb wird die Idee einer Bürgerstiftung von Initiativkreis, Kuratorium und dem Landrat als Schirmherren weiter verfolgt, wenngleich mit verminderter Intensität. Neue Mitstreiter sind willkommen, damit die Idee dennoch Wirklichkeit wird. Und mit Veranstaltungen will der Initiativkreis weiter für die Gründung werben. So ist z.B. eine Wanderung in das Ernsbachtal und eine Information über die erfolgreiche Wiederansiedlung des Lachses in der Wisper bei Lorch geplant. Über die Homepage www.buergerstiftung-rheingau-taunus.de kann man sich weiter informieren und mit den Initiatoren des Projekts Kontakt aufnehmen.

Besondere Anerkennung zollen Ehmke und der übrige Initiativkreis den 18 Bürgern und Firmen, die sich engagieren wollten. Mit Beträgen zwischen 1.000 und 10.000 Euro, die sie für das Stiftungskapital zusagten, hätten sie Verantwortung für unsere Heimat und ihre Zukunft wahrgenommen. Diesem Beispiel hätten sich aber leider nicht genügend weitere Gründungsstifter angeschlossen. Denn das zugesagte Kapital stagnierte seit vergangenem Herbst bei rund 40.000 Euro und genügte somit nicht. Mit einem Aufschub des Projekts über das Jahresende 2009 hinaus würden die Verpflichtungserklärungen der Gründungsstifter im rechtlichen Sinne gegenstandslos – sie blieben aber Vorbild für später.

Autor: Dr. Wolfgang Ehmke

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