Ein Vorbild an Fleiß und Kreativität

01.06.2016


Mit der Honigbiene beschäftigt sich die Natur AG der IGS Obere Aar in Taunusstein-Hahn. Vier Mädchen und sieben Jungen der Ganztagsklasse des 6. Jahrgangs bekommen einen tiefen Einblick: Das kleine Insekt ist seit Jahrtausenden Sinnbild für Fleiß, Kreativität, Organisation und Kooperation. Durch Bestäubung von Obst und Gemüse sorgt es dafür, dass die Menschen zu essen haben.  Der Stiftungsvorsitzende Professor Klaus Werk begründet, warum die Stiftung diesen Unterricht fördert: „Wir finden das hervorragend. Die Biene ist eines der wichtigsten Nutztiere. So lernen die Jugendlichen die Leistungen der Natur unmittelbar kennen und schätzen. Und sie können ein Produkt der Natur genießen.“

Seit Beginn des Schulhalbjahres befassen sich die Schülerinnen und Schüler mit finanzieller Unterstützung der Bürgerstiftung „Unser Land! Rheingau und Taunus“ mit der Lebensweise und der Stellung der Bienen in unserem Ökosystem. Was unter der Leitung des Wildnispädagogen Martin Hönge zunächst theoretisch betrachtet und besprochen wurde, erleben sie zusammen mit dem Taunussteiner Imker Jörg Freudenstein aus Taunusstein-Hahn auch praktisch: den Wabenbau, die Aufgabenteilung der einzelnen Honigbienen und ihre Nahrungsbeschaffung. Unter den Augen der Natur AG wurde die Bienenkönigin mit einem farbigen Punkt auf den Rücken markiert, um sie im Gewimmel ihres „Gefolges“ besser zu erkennen. Bei so viel Forschung und Tatendrang kam der Genuss des selbst geschleuderten Honigs nicht zu kurz.

Biene neben Rind und Schwein eines der wichtigsten Nutztiere

Bienen sind zur Honig- und Wachsproduktion auf andere Blüten angewiesen, auf denen sie Pollen und Nektar sammeln. Damit sie nach der Rapsblüte nicht in ein „Hungerloch“ fallen, sät die Natur AG auf einem schuleigenen Gartengrundstück neben anderen schon blühenden Wildkräutern weitere Blumen aus – die Bienenweide ist ihr Beitrag zum Überleben der Honigbiene. Schließlich gilt sie neben Rind und Schwein als eines der wichtigsten Nutztiere in Deutschland. Die Natur AG sorgt sich, wie der Wildnispädagoge Hönge berichtet, nun über das weltweite Bienensterben. Verursacht wird es nicht nur von einem Mangel an Blühpflanzen sondern auch durch Parasiten und Pestizide. 

Mit ihrem Format „Natur verstehen“ leistet die Bürgerstiftung „Unser Land! Rheingau und Taunus“  einen Beitrag zum Naturverständnis von Kindern und Jugendlichen. Das umweltpädagogische Projekt der IGS Obere Aar passt zu den anderen Projekten, die sie unter diesem Motto fördert. Dazu zählen in diesem Jahr Waldcamps und Waldtage an verschiedenen Orten. Ein weiteres Feld der Stiftungsaktivität sind „Wege in die Landschaft“ sowie die Kooperation mit Partnern, die sich ebenfalls mit der Landschaft und dem kulturellen Erbe in Rheingau und Taunus befassen. Um ihre Aufgaben für „Unser Land“ wahrzunehmen, ist die Stiftung ständig auf Zustifter und Spender angewiesen. So arbeitet sie an der Kooperation mit Unternehmen, gastronomischen sowie landwirtschaftlichen und weinbaulichen Betrieben, um mit ihnen Projekte zur Förderung der Kulturlandschaft zu identifizieren und zu unterstützen.

1. Juni 2016

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