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Weinbau kontert die Kritik an Aussiedlungen

17.01.2018


Der Weinbauverband kontert die Kritik am Neubau von Weingütern in den Weinbergen und dem damit verbundenen Landschaftsschaden. Verbandspräsident Peter Seyffardt wies darauf hin, dass es die Rheingauer Kommunen gewesen seien, die seit 1984 mehr als 160 Hektar Rebland für Wohn- und Gewerbeflächen sowie Straßen hingegeben hätten.

Insbesondere Geisenheim habe durch seine Pläne für eine Erweiterung des Gewerbegebiets „massiv in die Weinbergslandschaft“ eingegriffen, bemerkte Seyffardt auf der Winterfachtagung des Weinbauverbands. Landwirtschaftsministerin Priska Hinz kündigte dort an, den Steillagenweinbau, der Umstrukturierung von Rebflächen, Investitionen in Vermarktung und Kellerwirtschaft sowie der chemiefreien Bekämpfung von Schädlingen auch künftig zu fördern, wie die FAZ weiter berichtet. Der Schutz des Grundwassers sei jedoch noch nicht ausreichend.

Ein Codex Rheingau will naturnahen Weinbau

Seyffardt sagte auf der Winterfachtagung, langfristiges Ziel sei die Erstellung eines Codex Rheingau, dem sich alle Betriebe verpflichtet fühlen. Es gehe dabei um einen naturnahen Weinbau und den Schutz der Böden und Weinbergsflächen. Er lobte die neue hessische Kompensationsverordnung, die Anregungen des Weinbauverbandes weitgehend berücksichtige. So werde eine Brachezeit von zehn Jahren anerkannt und die Fläche benötige weitestgehend keinen naturschutzrechtlichen Ausgleich. Wiederanpflanzungen und Querterrassierungen im Steilhang würden besonders berücksichtigt, weil sie den Erosionsschutz förderten. Ökologischer und umweltschonender Weinbau sollen ebenfalls als Kriterium aufgenommen werden.

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