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Rechnungshof blockiert die Aartalbahn

23.02.2018


Einer Reaktivierung der Aartalbahn in dem rheinland-pfälzischen Abschnitt zwischen Diez und der Landesgrenze bei Zollhaus stellt sich der Landesrechnungshof in den Weg. Bisherige Berechnungen hätten Kostenrisiken vernachlässigt, Folgeaufwendungen nicht berücksichtigt und zurückgehende Bevölkerungszahlen ignoriert, berichtet die Nassauische Neue Presse.

Eine Reaktivierung der kompletten Strecke von der Lahn über Bad Schwalbach bis nach Wiesbaden ist durch die City-Bahn-Planung in Wiesbaden  und im Rheingau-Taunus-Kreis behindert. Bei einer Verlängerung der City-Bahn bis Bad Schwalbach, wie es die Bürgermeister an der Aar wollen, wird zwischen der Kreisstadt und Wiesbaden das großräumige Eisenbahnnetz gekappt: Die City-Bahn fährt auf Straßenbahngleisen, die für reguläre Eisenbahnzüge zu schmal sind. 

„Wundersame“ Fehler sind auch in den Berechnungen der Kosten der City-Bahn aufgetreten. "Den Protagonisten der City-Bahn-Pläne in Hessen sollte das eine Lehre sein", mahnt der Kommentator in der FAZ in einem Beitrag über das Ergebnis des rheinland-pfälzischen Rechnungshofs.

Angesichts der aktuellen Diesel-Problematik, bei der Fahrverbote nicht mehr auszuschließen sind, schlägt die Nassauische Touristikbahn vor, bis zum Ausbau der City-Bahn die Eisenbahnstrecke im Aartal wieder in Betrieb zu nehmen. Bei einer Ertüchtigung zu diesem Zweck müsse eine dritte Schiene zwischen den Eisenbahnschienen in Betracht gezogen werden. Mit dieser Technik wäre die Strecke sowohl von der City-Bahn wie auch von Eisenbahnen befahrbar. 

Umstieg vieler Pendler würde Wiesbaden entlasten

Dreigliedrige Züge in Spitzenzeiten würden sich nach dieser Vorstellung in Wiesbaden-Dotzheim aufteilen nach Wiesbaden Hbf, nach Mainz-Hbf und gegebenenfalls nach Frankfurt Hbf. Der Umstieg vieler Pendler würde somit zur Schadstoff-Entlastung in Wiesbaden beitragen. 

Die über Jahre eskalierende Verkehrsproblematik im Rheingau-Taunus und in Wiesbaden spitzt sich derzeit zusätzlich durch das geplante LKW-Verbot in Wiesbaden zu. Es wird die Belastung der Straßen und Anwohner im Rheingau-Taunus und insbesondere Ortsdurchfahrten – etwa auf der B 260 in Wambach und Martinsthal, aber auch andernorts – verschärfen. Mit Applaus quittierten die Abgeordneten der Taunussteiner Stadtverordnetenversammlung in einer Debatte über ein LKW-Durchfahrtsverbot in Wiesbaden die Feststellung: "Die Verkehrsplanung in Wiesbaden ist seit Jahrzehnten Bockmist.“


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