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Rat und Vorstand personell erneuert

19.09.2018


Rat und Vorstand personell erneuert

Ein Bild von 2015: Damals löste Professor Klaus Werk als neuer Vorsitzender Dr. Wolfgang Ehmke (links) ab. Die Stiftungsversammlung am 14. September 2018 wählte Ehmke, der maßgeblich an der Gründung im Jahr 2009 beteiligt war, zum neuen Vorsitzenden des Stiftungsrates. Werk wurde als Vorsitzender des Vorstands wiedergewählt. Foto Dagmar Rittner

Die Bürgerstiftung „Unser Land! Rheingau und Taunus“ hat sich personell verändert. Die Stiftungsversammlung wählte den Stiftungsrat neu, ebenso wurde der Vorstand erneuert. Beide Gremien der Stiftung, die sich für den Erhalt und die Entwicklung der Kulturlandschaften von Rheingau und Taunus einsetzt, stützen sich weiterhin auch auf erfahrene Kräfte, die bei den Wahlen in ihrer Aufgabe bestätigt wurden.

Der wiedergewählte Stiftungsvorsitzende Professor Klaus Werk erklärte, die Stiftung habe sich in den letzten Jahren konsolidiert und vielfaches Ansehen erworben. Das Anliegen der Stiftung erhalte in der wachsenden und immer enger verflochtenen Region von Wiesbaden, dem Rheingau-Taunus und dem Rhein-Main-Gebiet eine ständig größere Bedeutung. Mit dem verjüngten Vorstand und dem neuen Stiftungsrat werde sich die Bürgerstiftung als wichtiger Partner noch besser etablieren, verspricht der Landschaftsarchitekt. Seit 2002 hatte er eine Professur für Naturschutz- und Umweltrecht sowie Planungsinstrumente an der FH Wiesbaden inne und zuletzt an der Hochschule Geisenheim.

Neuer Vize: Michael Voll aus Wiesbaden

Stellvertretender Vorsitzender wurde Michael Voll aus Wiesbaden, dessen Vorgänger Jürgen Winterwerb in den Stiftungsrat wechselte. Der Diplom-Geograph und Landschaftsarchitekt wird darauf achten, dass die Stiftung sich, wie er sagt, „weiter in bewährter Weise für den Erhalt und die nachhaltige Nutzung unserer Heimatregion einsetzt“. Leider sei sie „noch nicht so bekannt und schlagkräftig, wie es ihre Aufgabe erfordert.“ Die Region müsse sich nachhaltig entwickeln, ihre Natur- und Kulturschätze müssten bewahrt werden. Gemeinsamkeiten müssten betont, Kräfte gebündelt, aber Mißstände deutlich angesprochen und Fehlentwicklungen vermieden werden.

Die Bürgerstiftung wird sich in nächster Zeit vor allem für eine Biosphärenregion engagieren und hat dazu einen Fachausschuss eingesetzt. Ebenso wird es weiterhin um die Förderung beispielhafter anderer Projekte gehen, für die Gelder vor allem aus der regionalen Wirtschaft eingeworben werden sollen. Projekte, für die eine Förderung infrage kommt, sollten zu den Grundgedanken der Stiftung passen: „Natur verstehen lernen“, „Wege in die Landschaft“, „Biologische Vielfalt erhalten“, „Die Landschaft bewahren“, „Die Region genießen“, „Unser kulturelles Erbe“. Auch 2019 sollen thematische Wanderungen in die Region und Hoffeste zum Kennenlernen der heimischen Produktion in Landwirtschaft, Weinbau und Forsten wieder viele Bürger ansprechen.

Einen der Initiatoren von „Unser Land“, deren Gründungsvorsitzenden und zuletzt Sprecher eines Freundeskreises, wählte die Stiftungsversammlung an die Spitze des Stiftungsrates: Dr. Wolfgang Ehmke. Er übernimmt dies Amt von der im Mai verstorbenen Christel Hoffmann, die seit 2009 diese Aufgabe wahrgenommen hatte. Der Agrarbiologe erklärte, ein vorrangiges Ziel sei es, den Vorstand dabei zu unterstützen, „die Stiftung zu einem anerkannten Partner für die Erhaltung und nachhaltige Entwicklung unserer Landschaften im Sinne der Stiftungssatzung zu machen.“ Dazu gehöre in erster Linie die Entwicklung neuer Projekte, das „Leuchtturmprojekt Biosphärenregion“ und die Stärkung der finanziellen Basis der Stiftung.

Landrat Frank Kilian: „Weiter so, wir brauchen Sie!“

„Machen Sie weiter so! Wir brauchen Sie!“ rief Frank Kilian der Stiftungsversammlung zu. Der jeweilige Landrat des Rheingau-Taunus-Kreises ist Schirmherr der Stiftung. Wäre sie nicht 2009 gegründet worden, „ müssten wir es heute tun“, meinte er. Die Bürgerstiftung sei ein wichtiger Bestandteil der Debatten geworden, weil sie sich einmische und „ein Stückweit gutes Gewissen ist“. Kilian erinnerte an viele Projekte und Initiativen, die von der Stiftung gefördert wurden, etwa Imkervereine im Rheingau-Taunus und in Wiesbaden.

Mitglieder des neuen Stiftungsvorstandes sind neben dem Vorsitzenden und seinem Stellvertreter sowie dem Geschäftsführer Klaus Schüttler: Thomas Wirth, Ralf Bachmann, Rolf Hussing, Danielle Beer und Dagmar Söder. Und dem Stiftungsrat gehören außer Ehmke und seinem Stellvertreter Andreas Wennemann an: Norbert Wolter, Dr. Helmut Arnold, Sabine Muth, Hans-Joachim Becker, Dr. Rainer Dambeck, Volker Diefenbach, Jürgen Helbing, Dagmar Rittner, Peter Seyffardt, Jan Volkmar und Jürgen Winterwerb.

Auszug aus der Liste geförderter Projekte

Die Bürgerstiftung finanziert aus ihrem Stiftungskapital und aus Spenden Projekte, die sich bei ihr um eine Unterstützung bewerben. Einige Beispiele aus der bisherigen Förderung:

  • Ökologische Gestaltung der Aarquelle in Taunusstein
  • Waldcamps für Kinder und Jugendliche
  • Internationales Jugend-Workcamp
  • Wildkatzenprojekt
  • Luchs-Monitoring
  • finanzielle Unterstützung der Imkervereine Rheingau, Bad Schwalbach und Umgebung sowie Wiesbaden
  • Jährlich ein Sonderpreis für artenreiche Wiesen

Der Rechenschaftsbericht des Vorstandes gegenüber der Stiftungsversammlung

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