Durch die Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies und der Datenschutzerklärung zu. Ich stimme zu.
Close

Urbaner und ländlicher Raum – einmalig gemischt

08.02.2018


Urbaner und ländlicher Raum – einmalig gemischt

Gipfelrunde auf dem Kellerskopf : Landrat Frank Kilian, die hessische Umweltministerin Priska Hinz, die Erste Beigeordnete Madlen Overdick und Stadtrat Andreas Kowol.

Von der Aussichtsplattform auf dem Kellerskopf zwischen Rambach und Naurod reicht der Blick über das gesamte Gebiet, das für eine Biosphärenregion Taunus-Rhein-Main nach den Kriterien der UNESCO in Betracht kommt. Den "Startschuss" für die ergebnisoffene Machbarkeitsstudie gaben die betroffenen Gebietskörperschaften dort: die Landesregierung, die Stadt Wiesbaden sowie die Landkreise Rheingau-Taunus und Main-Taunus. Sie hoben alle hervor, dass eine Biosphäre zu einer besseren Abstimmung bei gemeinsamen Problemen führen soll.

Eine Biosphärenregion Taunus-Rhein-Main wäre in Deutschland die erste unter Einbeziehung einer Großstadt, betonte die hessische Umweltministerin Priska Hinz. Es gebe schützenswerte Landschaften, die erhalten werden sollen; ebenso sei zu klären, wie die Menschen in ihr leben können: „Es geht nicht nur um Schutz, sondern auch um Entwicklung; es geht um ein Gleichgewicht von Mensch und Natur.“ Die Erste Kreisbeigeordnete des Main-Taunus-Kreises, Madlen Overdick, wies darauf hin, dass die genaue Gebietsabgrenzung und der Name einer Biosphärenregion noch gefunden werden müssen.

Nachhaltigkeit ist die große Überschrift

Der Wiesbadener Umwelt- und Verkehrsdezernent Andreas Kowol wies darauf hin, dass diese Region ein außergewöhnliches Naturkapital hat. Und sie wäre eines der ersten Gebiete mit einer Mischung aus urbanem und ländlichem Raum, in dem eine Biosphärenregion verwirklicht würde. „Nachhaltigkeit ist die große Überschrift“, betonte außer Kowol der Landrat des Rheingau-Taunus Kreises, Frank Kilian. Die Bandbreite reiche von Unternehmen, die nachhaltig wirtschaften wollen, bis zur Entwicklung der Mobilität, über die sich die Region ohnehin Gedanken machen müsse. Genauso wichtig sei der soziale und der Bildungsbereich. 

Im Frühsommer ist eine Auftaktveranstaltung geplant, in der sich der Steuerungskreis aus Vertretern der Landkreise, der Kommunen, Politik, Wirtschaft, Kultur und Wissenschaft, Interessenverbänden und zivilgesellschaftlichen Gruppen konstituiert. Vom Steuerungskreis besetzte Arbeitsgruppen werden sich mit den Themenbereichen wie z.B. Gebietskulisse, Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Weinbau, Jagd, Naturschutz, Verkehr, Bildung, Wirtschaft, Öffentlichkeitsarbeit befassen. 

Das Umweltministerium hat unter seinem Dach mit den beiden Kreisen und der Stadt Wiesbaden eine Geschäftsstelle gebildet, die mit dem Steuerungskreis bis Ende 2019 die Themen identifiziert und ihre Bearbeitung begleiten wird. Die Ausarbeitung der Einzelthemen erfolgt in Arbeitsgruppen. Darüber hinaus wird es öffentliche Informationsveranstaltungen geben.

Als nächstes tritt die Stadt Wiesbaden mit einer Veranstaltung hervor

In den vergangenen Monaten und Wochen fanden zahlreiche interne Sitzungen mit Informationen und Diskussionen verschiedener Gruppen, in Taunusstein gab es eine öffentliche Versammlung.  Am 22. Februar tritt erstmals die Landeshauptstadt mit einer größeren Veranstaltung hervor.

Weitere Themen

Wiesbadener entscheiden ungefragt über den Kreis

Die Anhänger eines Bürgerentscheides über die City-Bahn agieren so, als handele es sich um ihre ...

Weiter

Zukunft der "Bechsteinfledermaus" gesichert

Der Naturpark Rhein-Taunus hat die Ergebnisse des Projekts "Bechsteinfledermaus" an die ...

Weiter

EU klagt Deutschland wegen Luftverschmutzung an

Wegen verdreckter Luft in deutschen Städten verklagt die EU-Kommission die Bundesrepublik vor dem ...

Weiter
Zur Übersicht