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Neonikotinoide nur noch in Gewächshäusern

27.04.2018


Die EU-Staaten haben einem Freilandverbot für einige bienengefährdende Insektengifte zugestimmt. In dem zuständigen EU-Ausschuss in Brüssel sprach sich eine qualifizierte Mehrheit für den Vorschlag der Kommission aus, den Einsatz von sogenannten Neonicotinoiden auf Äckern zu verbieten und auf Gewächshäuser zu beschränken.

Landwirte nutzen solche Mittel, um Saatgut vor Insekten zu schützen. Die Stoffe können auch auf Blätter gesprüht oder über Bewässerung in die Pflanzen gebracht werden.

In dem zuständigen Ausschuss in Brüssel sprach sich eine Mehrheit der 28 Mitgliedstaaten für den Vorschlag der Kommission aus. Auch Deutschland stimmte für das weitgehende Verbot. Bei der Abstimmung ging es um Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam. Sie schützen Pflanzen vor Schädlingen, beeinträchtigen oder töten aber auch Bienen. 

Bei Zuckerrüben keine Alternative?

Bereits 2013 hatte die EU strengere Regeln erlassen, weil die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit die Substanzen als gefährlich für Bienen eingestuft hatte. Seitdem dürfen die drei Stoffe im Freiland nicht mehr bei von Bienen bevorzugten Pflanzen wie Mais, Raps, Sonnenblumen und beim Anbau von Kirschen, Äpfeln oder Gurken angewendet werden. Getreide wie Weizen oder Gerste, das zwischen Januar und Juni ausgesät wird, durfte immer noch damit behandelt werden.

Die drei Substanzen schädigen das zentrale Nervensystem auch von Wild- und Honigbienen. Neonikotinoide schränken die Orientierungsfähigkeit der Tiere ein.

Im Zuckerrübenanbau werden die "Neonics" gegen Schädlinge wie die Grüne Pfirsichblattlaus noch verwendet. Anbauverbände befürchten, der Rübenanbau stehe ohne die Mittel auf dem Spiel. Bei Zuckerrüben existierten derzeit keine Alternativen. 

Für den  BUND stimmt die Richtung, doch der Weg sei lang. Ziel sei: Verbot aller Neonikotinoide, weniger Pestizid und eine andere Agrarpolitik.

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