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Neonicotinoide vor dem Aus?

02.03.2018


Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa) hat die Gefahr von Neonicotinoiden für Bienen bestätigt. Die Nutzung dieser Insektengifte in der Landwirtschaft unterliegt bereits Auflagen und könnte nun weiter eingeschränkt werden.

2013 kam eine erste Studie zu dem Ergebnis, dass Neonicotinoide - namentlich die Insektizide Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam, die etwa zur Behandlung von Saatgut verwendet werden - erhebliche Risiken für Honigbienenvölker darstellen. Aufgrund mangelnder Daten wurde die Risikobewertung aber nicht abgeschlossen. Dennoch schränkte die EU-Kommission die Nutzung von Neonicotinoiden ein. Nur in Gewächshäusern und bei ausgewählten Nutzpflanzen wie Wintergetreide durften die Insektengifte noch eingesetzt werden.

Die letzten Zweifel sollten jetzt ausgeräumt sein, meint der Nabu: Neonicotinoide seien enorm schädlich, breiteten sich in vielen Umweltmedien aus und gefährdeten Insekten auf einer Vielzahl an Kulturen. Insekten nähmen die systemisch wirkenden Gifte über Pflanzensäfte und die Stäube bei der Saatgutbeizung auf, ebenso über Pollen und  Nektar. Darüber hinaus reichern sich Neonicotinoide im Boden an und gelangen in Oberflächengewässer. Zu dieser Einschätzung sei die EFSA aufgrund von über 1.500 Studien und von fast 600 Bewertungsmethoden gelangt.

Die Bundesregierung hatte angekündigt, die Ergebnisse der Efsa abzuwarten. Sollte sich die Schädlichkeit bestätigen, müssten Neonicotinoide verboten werden, berichtet Spiegel-online. Schon frühere Untersuchungen hatten ergeben, dass Neonikotinoide Insekten und Vögel schädigen. Honigbienen verlieren unter ihrer Einwirkung die Orientierung.

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