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Letzter Versuch für Windkraft gescheitert

12.04.2018


Ein letzter Versuch zum Bau von Windkraftanlagen in Geisenheim ist im Ausschuss für Kommunalentwicklung, Bauen und Umwelt der Stadtverordnetenversammlung gescheitert. Nur der Vertreter der Grünen stimmte dafür. SPD-Vertreter enthielten sich der Stimme oder stimmten mit CDU, FDP und ZfB gegen die Windkraft. Die entscheidende Abstimmung der gesamten Stadtverordnetenversammlung wird ähnlich ausfallen.

Nachdem der Projektentwickler Abo Wind Ende vorigen Jahres nach hohen Investitionen darauf verzichtete, acht Anlagen nördlich von Stephanshausen zu bauen, weil sie nach dem langen Genehmigungsverfahren veraltet und nicht mehr wirtschaftlich gewesen wären, hatte sich noch einmal eine andere Firma dafür interessiert, oberhalb von Stephanshausen sechs Windkraftanlagen zu installieren. Sie sollten mit 241 Meter 40 Meter höher werden als die vorher geplanten, die Nennleistung fast doppelt so hoch sein.

Die Entscheidung für Windkraftanlagen war 2012 mit 28 zu vier Stimmen von allen Fraktionen beschlossen worden. Wie sämtliche Planungen im Rheingau zur Energiewende und im Interesse von mehr kommunalen Einnahmen wurden auch die Projekte in Geisenheim von einer Bürgergruppe unter dem Namen Pro Kulturlandschaft Rheingau bekämpft. Die Einnahmen aus Windkraft sollten in Geisenheim einen Beitrag zur Erhaltung des gefährdeten einzigen Rheingauer Hallenbades leisten. Laut Stadtverwaltung hätten die Pachteinnahmen „Handlungsspielräume im Haushalt" eröffnet, berichtete der Wiesbadener Kurier.

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