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Die Erde bebt in Dickschied

09.02.2018


Der Erdbebendienst Südwest und der Hessische Erdbebendienst haben seit dem 13. Januar mehr als 100 Erdbeben im Bereich Welterod-Dickschied lokalisiert. Deren Epizentren seien räumlich konzentriert auf der Landesgrenze zwischen den beiden Gemeinden. Nach seismologischer Erfahrung sei nicht von Gebäudeschäden auszugehen.

Die Erdbebenherde befinden sich demnach schwerpunktmäßig in einer Tiefe von ca. 17 km unter der Erdoberfläche. Die Stärken erreichten maximal 2,6 auf der Richterskala. Bedingt durch die Herdtiefe von über 10 km seien die Erdbeben bisher nicht verspürt worden.

Ursache für die aktuellen Erdbeben in der Region seien Spannungen im Gestein. Sie führen zu ruckartigen Verschiebungen im Untergrund und seien nicht ungewöhnlich. Der weitere Verlauf der Bebenserie in der Region lasse sich - wie Erdbeben generell - nicht vorhersagen. In den meisten Fällen klängen Erdbebenserien im Land nach einigen Wochen oder Monaten wieder ab. Eine hohe Anzahl von kleinen Beben kann ein großes Erdbeben nicht verhindern oder weniger wahrscheinlich werden lassen.

Sehr schwache, in der Regel nicht wahrnehmbare Beben werden in beiden Bundesländern fast täglich gemessen. Deutlich spürbar seien sie mehrmals im Jahr. Statistisch sei einmal in zehn Jahren mit einem mittelstarken Beben zu rechnen.

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