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32 Schafe von Wolf gerissen

30.04.2018


Ausgerechnet am "Tag des Wolfes" sind in Bad Wildbad im Nordschwarzwald 40 Schafe auf ihrer Weide gestorben: 32 wurden gerissen, einige ertranken in Panik in einen Bach, andere waren so schwer verletzt, dass der Schäfer sie tötete. Die Untersuchung dauert an, aber  sehr wahrscheinlich war es ein Wolf, berichtet die Süddeutsche Zeitung. Kurz zuvor hatte der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) zum "Tag des Wolfes" am 30. April erklärt: "Deutschland ist ein Wolfsland".

Im September vorigen Jahres war ein vermutlich durchziehender Wolf im Odenwald fotografiert worden. Einen Monat später wurden bei Unterkessach an der Jagst, ebenfalls in Baden-Württemberg, drei Schafe gerissen. Im Zusammenhang mit dem jüngsten Vorfall spricht der Nabu von einem Wolf, der vermutlich seit rund fünf Monaten im Nordschwarzwald umherstreife

Weidetiere seien unverzichtbar, um artenreiche Wiesen frei zu halten und die Natur- und Kulturlandschaft zu erhalten, weiß der Nabu. Die Weidetierhalter bräuchten Unterstützung, um mit den neuen Herausforderungen zurecht zu kommen. Die Bundesländer müssten Weidetierhalter im Herdenschutz "fit machen – schon bevor sich der Wolf niederlässt."

Unter dem Titel "Der Wolf am Schafspelz" schreibt ein Autor in der FAZ, "Herzlich willkommen sind Wölfe vor allem bei jenen, die keinen Schaden von ihnen haben." Denn Viehhalter sehen das nach den Erfahrungen der letzten Jahre völlig anders, wie er schreibt. Immerhin müssen sie nach Ansicht des Wildbiologen Ulrich Wotschikowsky damit rechnen, dass aus den bisher vielleicht 550 Wölfen in Deutschland alsbald bis zu 440 Rudel mit rund 4000 Tieren werden – den entsprechenden Lebensraum biete das Land.

 

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