Welterbe-Komitee lehnt Lorcher Windkraftpläne ab

07.07.2017


Das Unesco-Welterbe-Komitee fordert den Stopp der Windkraftpläne in Lorch. Es erwartet von Hessen und Rheinland-Pfalz gemeinsame Regelungen, damit sowohl die Kernzone als auch der Rahmenbereich des Welterbes Oberes Mittelrheintal von Windkraftanlagen frei bleiben.

Die Entscheidung, die das Unesco-Welterbe-Komitee bei seiner Sitzung in Krakau neben etlichen anderen getroffen hat, sei absehbar gewesen, schreibt der Welterbe-Dezernent des Rheingau-Taunus-Kreises, Karl Ottes. Das Hessische Wirtschaftsministerium habe unnötig Zeit, Arbeit und Geld aufgewendet, um Windkraftanlagen in Lorch noch eine Chance zu geben.

Der Kurier berichtet, die Landesregierung akzeptiere das Votum der Unesco. Der Entwurf des Teilplans Erneuerbare Energien sehe auf dem Ranselberg aber ohnehin keine Windkraftanlagen vor. Abzuwarten bleibe, wie das Regierungspräsidium den Antrag der EnBW unter Einbeziehung der Stellungnahme des Welterbe-Komitees bewertet, meint der Lorcher Bürgermeister Jürgen Helbing.

Heidenrod erzielt 1,6 Millionen Euro aus Windrädern

Mit Windkraft hoffte die Stadt bisher, ihre schlechte finanzielle Situation zu verbessern; so sind die Stadtverordneten einstimmig für Windkraft. Um welche Größenordnungen es dabei geht, die für Kindergärten und andere Gemeinschaftseinrichtungen zur Verfügung stehen oder die Höhe von Steuern und Gebühren dämpfen, wird in Heidenrod deutlich. Die Gemeinde erhält 1,6 Millionen Euro aus Pacht und Erlös des Windparks auf ihrer Gemarkung.

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