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Stille bei alternativer Bahntrasse

22.12.2017


Stille bei alternativer Bahntrasse

Tag und Nacht fahren im Rheingau die Züge mitten durch Wohngebiete – hier in Geisenheim.

Die für den Herbst 2017 erwartete Kosten-Nutzen-Analyse für eine Alternative zur Eisenbahntrasse durch das Mittelrheintal liegt noch nicht vor und hat den Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal aufmerken lassen.

Die Trasse Dresden-Prag wurde in den „vordringlichen Bedarf“ des Bundesverkehrswegeplans hochgestuft, das Mittelrheintal als eine der am stärksten befahrenen Trassen Europas verharre noch immer im „potenziellen Bedarf“. Die Bundesregierung gebe nach wie vor keine Signale, das in absehbarer Zeit ändern zu wollen, heißt es im Wiesbadener Kurier.

Während täglich 140 Güterzüge durch das Elbtal führen, seien es im Mittelrheintal 400 und die Kapazitäten der Strecke seien nahezu erschöpft. Frank Puchtler, der Verbandsvorsteher des Zweckverbandes Welterbe Oberes Mittelrheintal, fordert das Bundesverkehrsministerium deshalb auf, die Situation auf der Rheinstrecke "nicht länger zu missachten".

Untersuchung für das Mittelrheintal dauert noch an

Das Bundesverkehrsministerium versicherte daraufhin, die Entscheidung für die Verbindung Dresden-Prag habe mit der Alternativstrecke für das Mittelrheintal nichts zu tun. Fünf Projekte seien in den „Vordringlichen Bedarf“ aufgestiegen. Zu den weiteren Projekten des „Potenziellen Bedarfs“ gebe es noch keine Entscheidung. Der Bewertungsprozess laufe noch.

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