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Noch ein Insektenkiller auf der Tagesordnung

09.12.2017


Noch ein Insektenkiller auf der Tagesordnung

Eine Honigbiene saugt Nektar. Foto: Nabu/Kathy Büscher

Nach der erneuten Zulassung von Glyphosat mit Hilfe Deutschlands beraten die EU-Mitgliedstaaten über die Nikotinoide, speziell über die Insektengifte Imidacloprid, Clothianidin und Thiamethoxam. 

Untersuchungen haben ergeben, dass Neonikotinoide Insekten und Vögel schädigen. Honigbienen verlieren unter ihrer Einwirkung die Orientierung. Die EU begnügte sich bisher mit Teilverboten der Neonikotinoide.

Um den Tod von Insekten und Vögeln zu stoppen, ist nach Ansicht des NABU ein Komplett-Verbot die einzige Lösung. Von 2013 bis 2016 seien in Deutschland pro Jahr rund 200 Tonnen Neonikotinoide eingesetzt worden – dies sei rund ein Fünftel aller Insektizide

2013 entschied die EU-Kommission, den Einsatz der drei Neonicotinoide zu beschränken. Es ist nicht erlaubt, die drei Insektizide etwa auf Rapssaat und beim Anbau von Kirschen, Äpfeln oder Gurken anzuwenden. Doch die Beschränkung ist beschränkt. So dürfen die Neonicotinoide bei Hafer oder Weizen angewendet werden, wenn die Getreide zwischen Januar und Juni ausgesät werden.

Die Ackergifte töten nicht nur unerwünschte Schädlinge sondern auch andere Tier- und Pflanzenarten. Sie tragen zu  ständigem Rückgang von Pflanzen-, Insekten- und Vogelarten auf Feldern und Wiesen und in der Agrarlandschaft insgesamt bei, betonte erst kürzlich wieder das Umweltbundesamt.

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