Günstige Nutzen-Kosten-Relation der City-Bahn erwartet

07.09.2017


Stadt Wiesbaden und Eswe Verkehr wollen Ende Oktober mit drei bis vier dezentralen Informationsmessen die Bürgerbeteiligung zur City-Bahn beginnen. Zu diesem Zeitpunkt soll auch die Nutzen-Kosten-Untersuchung (NKU) fertig sein. Im Dezember soll sie im Stadtparlament beraten werden.

Ein positives Ergebnis der Nutzen-Kosten-Untersuchung ist Grundlage der Förderung durch den Bund. Bislang liegt lediglich eine Machbarkeitsstudie vor. Die ersten Bahnen sollen 2022 fahren.

Für alle, die nicht zu Infomessen gehen, soll die Internetseite citybahn-verbindet.de die zentrale Plattform sein. Der Stadtrat und Dezernent für Umwelt, Grünflächen und Verkehr, Andreas Kowol, erwartet ein „extrem transparentes Verfahren“, wie der Wiesbadener Kurier berichtete.

Der Geschäftsführer bei Eswe und der Planungsgesellschaft City-Bahn GmbH, Hermann Zemlin, geht davon aus, dass die Nutzen-Kosten-Untersuchung einen Wert für Fördermittel des Bundes und des Landes ergibt, die zusammen 87,5 Prozent der reinen Baukosten decken sollen. Demnach könnte ein NKU-Wert von 1,2 für das Gesamtprojekt erreicht werden, ohne die Aartal-Strecke läge er bei 1,35.

Landkreis soll Planungsgesellschaft schnell beitreten

Die Stadt Wiesbaden, die zu den 70 Städten gehört, in denen Fahrverbote für Dieselfahrzeuge nicht mehr auszuschließen sind, habe wegen einer Entlastung vom Pendlerverkehr großes Interesse an einer Verlängerung der City-Bahn in den Untertaunus. Zemlin empfahl, der Kreis solle möglichst schnell der Planungsgesellschaft beitreten. Mit einer verbesserten Busverbindung nach Wiesbaden, möglicherweise durch autonom fahrende Busse, lasse sich das Pendler-Problem indes nicht lösen. Zemlins Erwiderung laut Wiesbadener Kurier: „Die Busse stecken auch im Stau“. Eine Reduzierung des Pendler-Individualverkehrs ist ebenso wichtig wegen seiner klimawirksamen Emissionen

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