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Fragen zu Wildschäden unbeantwortet

04.12.2017


Jäger und verantwortliche Behörden werden der Wildschäden im Wald und auf den Äckern anscheinend nur schwer Herr. Regelmäßig melden sich die geschädigten Waldbesitzer und Bauern mit Beschwerden zu Wort, aber auf eine Anfrage der Grünenfraktion im Kreistag ließ die Untere Jagdbehörde viele Fragen offen.

Landrat Frank Kilian sagte eine vollständige Beantwortung zu. Zuletzt sind im August in Schlangenbad "erhebliche Verbiss- und Schälschäden und damit große wirtschaftliche Verluste der Waldeigentümer" beklagt worden. Bei der Befliegung des Rotwildgebiets im Rheingau-Taunus-Kreis und im Rhein-Lahn-Kreis hatte sich bestätigt, dass es zu viel Rotwild gebe.

Waldeigentümer sind in erster Linie Kommunen. Heidenrod als größter Waldbesitzer beklagt „inakzeptable Wildschäden“. Die Gemeinde verlässt sich nicht mehr auf die herkömmliche Verpachtung der Jagd an Jäger, sondern hat ein genossenschaftlich organisiertes Eigenjagdmodell etabliert, das die vorgegebenen Abschusszahlen erfüllen soll. Die Wildschäden im Oestrich-Winkeler Stadtwald sind so groß, dass in betroffenen Revieren der Abschuss drastisch erhöht werden müsste.

Jäger erfüllen ihr Soll nicht

Wegen der Überpopulation des Rotwilds mit Schwerpunkten im Wispertal hat die Untere Jagdbehörde beim Landkreis "ein sehr hohes Abschusssoll" festgesetzt. Jäger, die damit nicht zurechtkommen, klagten in Schlangenbad insbesondere über die Beunruhigung des Wildes durch die Freizeitnutzung des Waldes. Auch zum Stichtag 1. Oktoberhatten Jäger ihr Soll nicht erreicht.

Grundsätzlich können Jäger belangt werden, wenn sie ihr Soll nicht erfüllen. Der Landkreis hat solche Verfahren aber bisher nicht eingeleitet.

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