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Biomasse-Kraftwerk in Kemel läuft

19.03.2014


Biomasse-Kraftwerk in Kemel läuft

Biomassekraftwerk Heidenrod-Kemel (Foto: Naturenergie Heidenrod)

Das Biomasse-Kraftwerk in Heidenrod-Kemel wurde offiziell in Betrieb genommen. Es werde 22.000 Megawattstunden Strom im Jahr erzeugen. Damit können laut Harald Gschweng, dem Geschäftsführer der Naturenergie Heidenrod GmbH, 5.500 Vierpersonenhaushalte mit Strom versorgt werden.

Strom rund um die Uhr

Das Kraftwerk liefere Strom rund um die Uhr, auch wenn Windräder stillstehen und Photovoltaik mangels Sonnenlicht nicht in Betrieb ist. Im Naturenergiepark Heidenrod sorgen bereits Windkraftanlagen sowie die größte Photovoltaikanlage des Landkreises für Strom aus Erneuerbaren Energien. Nun kam der dritte Baustein dazu.

Ende 2013 hatte das Kraftwerk auf dem Gelände der Kopp Umwelt GmbH den Probebetrieb begonnen, seit Ende Februar läuft die Anlage im Regelbetrieb. Landrat Burkhard Albers bekräftigte, im Rheingau-Taunus-Kreis solle bis 2020 nicht mehr Strom verbraucht werden, als gleichzeitig aus Erneuerbaren Energien erzeugt wird. Ebenso solle im gleichen Zeitraum der Kohlendioxid-Ausstoß um 40 Prozent reduziert werden.

Als Brennstoff dienen Abfälle

Mit 2,7 Megawatt Nennleistung sei die Anlage auf das in der Region verfügbare Brennmaterial – zirka 32.000 Tonnen – zugeschnitten. Den größten Teil des Brennstoffes für das Biomassekraftwerk – nämlich 24.000 Tonnen – liefern die Bewohner des Landkreises. Mit ihrem Grünschnitt und holzhaltigem Abfall aus Garten-, Park- und Landschaftspflege, aus Rückschnitt von Straßenbegleitgrün und aus der Waldbewirtschaftung – insgesamt 32.000 Tonnen jährlich – wird das Kraftwerk betrieben.

Der Eigenbetrieb Abfallwirtschaft des Landkreises (EAW) hält eine Beteiligung von 25 Prozent an der Kraftwerkgesellschaft. Das entspreche 1,375 Millionen Euro. Hierbei rechne man mit einer Rendite von 5,4 Prozent erläutert der Landrat. Damit  sollen die Abfallgebühren im Kreis stabil gehalten werden. Die Liefervereinbarung hat der EAW im Rahmen der Ausschreibung der Einsammlung und Verwertung der Grünschnittmengen mit der Firma Kopp Umweltservice bereits 2011 abgeschlossen.

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