Projekt „Monitoring von Luchs und Wildkatze“
Wir unterstützen den Arbeitskreis Hessenluchs beim Monitoring von Luchs und Wildkatze im Rheingau-Taunus-Kreis. Im Mai 2011 wurden den Luchsbeauftragten im Landkreis, Reinhold Worch und Gerd Bauer, vier Fotofallen übergeben, die sie im Stadtwald von Bad Schwalbach und im Wispertal installiert haben. Mittlerweile stellt die Bürgerstiftung weitere drei Spezialkameras zur Verfügung. Da eine gestohlen wurde, sind nun insgesamt sechs Geräte im Landkreis ausgebracht.
Die Fotofallen reagieren auf Bewegung und Wärme in einem Radius von 10 Metern. Tagsüber liefern sie gestochen scharfe Farbbilder, nachts mit Infrarot Schwarzweißaufnahmen, die allerdings eine geringere Qualität haben. Zunächst geht es darum, die Anwesenheit von Luchs und Wildkatze im Kreisgebiet zu dokumentieren. Mittelfristig könnten jedoch einzelne Tiere an ihren individuellen Merkmalen identifiziert werden. Sie können dann wiedererkannt werden, wenn sie an einer anderen Fotofalle vorbeilaufen. Daraus ergeben sich Hinweise auf ihre Anzahl und die Größe ihrer Streifgebiete.
Mit nur sechs Fotofallen ist dies ein ehrgeiziges Ziel, das einen langen Atem braucht. Zum Vergleich: Das erfolgreiche Fotofallen-Projekt in Nordhessen stützt sich auf insgesamt 50 Fallen.
Die Spezialkameras wurden an Orten im Wald installiert, an denen häufiger Luchse beobachtet wurden. Da die Wildkatze den selben Lebensraum bevorzugt, wird sie ebenfalls von den Sensoren erfasst. Hinzu kommt nahezu der gesamte Reigen unserer Waldbewohner: vor allem Füchse, Rehe und Wildschweine, aber auch Rotwild und einige Pilzsammler, die zu den Fotofallen vorgedrungen waren.
Luchsaufnahmen sind bislang ausgeblieben.
Die Großkatzen haben Streifgebiete zwischen 100 und 400 Quadratkilometer. Es kann nur ein Glücksfall sein, wenn ein Luchs an einer Fotofalle vorbeikommt. Immerhin: Das erste Foto einer Wildkatze gibt es bereits. Sie war im Bad Schwalbacher Stadtwald unterwegs.
„Streifzüge durch die Natur” mit Hilfe der Stiftung
„Streifzüge durch die Natur von Wiesbaden und Umgebung“ ist ein Naturführer, der von der Geologie bis zur Tier- und Pflanzenwelt zahlreiche Einsichten vermittelt. Der Nassauische Verein für Naturkunde hat das Buch 2004 herausgegeben. Die 1. Auflage ist vergriffen, aber die Nachfrage – so der Verein in seinem Antrag an „Unser Land!“ – ist beständig vorhanden. Der Stiftungsrat hat dem Ansinnen zugestimmt und für die 2. Auflage einen Zuschuss gewährt. Der Verein finanziert zwar einen Großteil der Kosten aus seinen Rücklagen, ist für den Rest aber auf Förderung und Spenden angewiesen.
Vor 177 Jahren wurde der Nassauische Verein für Naturkunde gegründet – unter anderem mit dem Ziel, durch ein Museum die Naturwissenschaften für jeden verständlich und erfahrbar zu machen. Das Museum in Wiesbaden existiert, der Verein kümmert sich um den Erhalt seiner Naturwissenschaftlichen Sammlungen. Darüber hinaus versteht er sich als Forum für interessierte Laien, um mit Naturwissenschaftlern zu diskutieren, Fragen zu stellen und in die komplexe Materie der verschiedenen Fachdisziplinen (z B. Botanik, Zoologie, Geologie, Mineralogie, Paläontologie) einzudringen. Hauptberufliche Wissenschaftler – Vereinsmitglieder und Gäste – boten und bieten dazu vielfältige Gelegenheit.
„Unser Land!” finanziert Tafeln an Streuobstwiese mit
Der Fremdenverkehrs- und Verschönerungsverein in Seitzenhahn will seinen Naturlehrpfad erweitern. Ein häufig begangener Weg gibt in Seitzenhahn den Blick auf Obstbäume frei, so dass dort mit zwei Tafeln das Thema Streuobstwiese angesprochen werden soll. Die Stiftung beteiligt sich nach einem entsprechenden Antrag des Vereins an den Kosten für zwei Lehrtafeln. Auf ihnen wird das Leben auf der Streuobstwiese und ihre Gefährdung geschildert.
Der Fremdenverkehrs- und Verschönerungsverein in dem Taunussteiner Stadtteil wurde 1974 gegründet. Er widmet sich Einrichtungen, die der Erholung und Gesundheit dienen, markiert Wanderwege, stellt Ruhebänke auf, unterhält Schutzhütten und unterrichtet über landschaftliche und kulturelle Besonderheiten unserer Heimat, organisiert Vorträge und Wanderungen. Zur Zeit zählt er seinen Angaben zufolge etwa 350 Mitglieder.
Wachturm in dezentem Licht
Die Rekonstruktion des römischen Wachturms am Kastell Zugmantel ist zu einem Symbol für die Geschichte unserer Region geworden – besonders seit die Unesco den Limes als Weltkulturerbe ausgewiesen hat, das sich durch den gesamten Untertaunus zieht. Der Naturpark Rhein-Taunus ist Eigentümer des rekonstruierten Wachturms und will mehr auf ihn Aufmerksam mache. Die Sichtbarkeit des Wahrzeichens einer 2000jährigen Kulturlandschaft, des unweit von Wehen direkt neben der Hühnerstraße (B 417) aufragt, wird deshalb durch eine „dezente, naturfreundliche und punktuelle Beleuchtung mit LED-Licht in der dunklen Jahreszeit verbessert“, wie der Naturpark in seinem Antrag es schildert. Der Stiftungsrat stimmte einer finanziellen Förderung der Beleuchtung zu, um das Interesse an dem Welterbe zu fördern.
Der Naturpark Rhein-Taunus erstreckt sich über den Rheingau-Taunus-Kreis und Wiesbaden – das sind 18 Städte und Gemeinden mit 141 Ortsteilen, rund 460.880 Einwohner. Er ist ein Zweckverband des Landkreises und der Landeshauptstadt.
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